2008
02.07

Der Kreationismus erfährt, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, stetig wachsenden Zulauf. Warum das so ist lässt sich nicht eindeutig beurteilen; ich persönlich schiebe es auf die wachsende amerikanische Dummheit und ein allgemein schwelendes Vermissen von Sinnlichkeit (natürlich bin ich ein führender Experte auf diesen Gebieten).

Nun wähnen sich die Kreationisten schon so erfolgreich wie nie, haben sie es doch geschafft in einigen Bundesstaaten nicht nur mal randstehenderweise im Biologie-Unterricht erwähnt zu werden; nein, mittlerweile gilt das Verstehen der biblischen Schöpfungsgeschichte als historische Tatsache als rationale Alternative zum so garstigen Wissensdurst der modernen Welt. Rückbesinnung auf Altes – was kann daran schon schlecht sein.

Wie jeder hier weiss, wurde die Erde innerhalb von ungefähr sechstausend Jahren erschaffen – warum das weder mit der Erzählweise der Bibel, noch mit den Befunden der Wissenschaft übereinstimmt, entgeht mir zugegenebermaßen. Ebenso verstehe ich nicht, wie 42 Prozent der amerikanischen Bevölkerung (vielleicht wurde die Umfrage ja insgeheim auch nur in den Südstaaten durchgeführt…) derart dämlich sein können.

Ein Zitat (Wikipedia):
« Während insgesamt 48 Prozent an eine Entwicklung der Lebewesen glauben, sind 42 Prozent der Ansicht, dass „die Lebewesen seit Anbeginn der Zeit in ihrer heutigen Form existierten“. Außerdem befürwortet die Mehrheit der US-Amerikaner, dass in den Schulen beides nebeneinander gelehrt werden soll. » (Quelle)

Wäre ich nicht ein so ein verdammt großmäuliger Student, gäbe ich mich ob diesen FanatismusÂ' sprachlos geschlagen. Die Karrikatur formuliert passend: « Truth is constant ».

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